Bergischer Naturschutzverein e.V. − Natur- und Umweltschutz in Ihrer Nachbarschaft

Aktuelles & Aktionen

Großer Erfolg!

Ca. 150 Interessenten nahmen an der eindrucksvollen Veranstaltung des RBN und des NABU mit Dietmar Birkhahn, Johannes Remmel und Mark vom Hofe teil. Lebhafte Diskussion und Argumentation zeigten, wie hoch der Informationsbedarf noch ist und welche meist unbegründeten „Urängste“ vorhanden sind.

Termin war Mittwoch, 12.04.2017 im Saal des Bürgerhauses Radevormwald

Referent: Dietmar Birkhahn, Lindlar, Wolfsbotschafter

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier können Sie direkt die Themen aufrufen:

Artikel
– Vorschau Termine – 21./22.03.17 Nistkastenbau mit Schülern der Katholischen Grundschule Radevormwald
18.03.17 Obstbaumschnitt-Kurs in Radevormwald 18.11.16 Waldkindergartengruppe und RBN erstellen Benjeshecke
03.10.16 Pflanzentauschbörse 22.09.16 Saftpressen auf städtischer Obstwiese Herbeck
30.07.16. Ausflug Botanischer Garten Wuppertal 06.07.16. Hohltaubenprojekt: Kästen werden angebracht!
02.07.16. Maya Benicke auf dem Fest des Kinderhauses Pusteblume 08.05.16. RBN Stand auf 700-Jahr-Feier Radevormwald
01.05.16.  27. Pflanzentauschbörse Mai 2016: großer Erfolg 27.04.16. Sie schützen die Bergische Natur
12.04.16. Hohltaubenprojekt 10.04.16. Neuer Flyer für Rade
18.03.16. Obstwiesen Düngung 26.11.15. Fledermaus-Projekt
03.10.15. Pflanzentauschbörse 2015 21.04.15. Exkursion Wahner Heide
01.05.15. Jubiläum 25. Pflanzentauschbörse 25.04.15. RBN kauft Waldstück
18.03.15. Gülledrama Neye 14.01.15. Ehrung Dietmar Fennel

Vorschau Termine

2x jährlich
Pflanzentauschbörse in Radevormwald jeweils am 1. Mai und am 3. Oktober auf dem Vorplatz der Grundschule Stadt, Carl-Diem-Strasse 7-9, hinter dem Rathaus.

Immer im April
Pflanzentauschbörse Nümbrecht, weitere Infos: Biostation Oberberg

22. April 2017 // 11:0015:00
Bodenaktionstag – Gartenboden weitere Infos:  Wuppertals Urbane Gärten Ausrichter: NUA NRW, IG Wuppertals urbane Gärten u.a.

Immer im Mai
Gärtnerparadies „Jrön un Jedön“, weitere Infos: Bergisches Freilichtmuseum Lindlar – Jahresprogramm

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21.03.17 Nistkastenbau mit Schülern der Katholischen Grundschule Radevormwald

Am 21.03.17 und dem 22.03.17 war Dietmar Fennel von Grundschülern der Katholischen Grundschule Radevormwald zum Nistkastenbau ins Tierheim Remscheid Lennep innerhalb des Projektes „ICH – DU – WIR“ eingeladen.
Alle Schüler und Schülerinnen konnten unter verschiedenen Projekten auswählen und sich nach ihren Interessen selbst entscheiden, an welcher Gruppe sie teilnehmen möchten. Die Auswahl war groß und für jeden war etwas dabei:
Sich selbst wohl fühlen, ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln, ein freundlicher Umgang mit anderen Menschen, Hilfsbereitschaft gegenüber alten Menschen, Fürsorge für Tiere, Toleranz gegenüber Menschen aus anderen Ländern- all das gehört zum Bereich „Soziale Kompetenz“ und ist wichtig für das Miteinander.
Fleißige Kinderhände fertigten schnell und fachkundig 20 Meisennistkästen, die teilweise im Außenbereich des Tierheimes und in Gärten zuhause angebracht wurden oder am Freitag auf dem Basar zugunsten des Tierheimes veräußert wurden.

(Alle Aufnahmen mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten, Text D. Fennel)

Eine sehr schöne Aktion zum Wohle von Mensch und Tier.

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18.03.17 Obstbaumschnitt-Kurs in Radevormwald – jüngere Bäume

Nicht zum ersten Mal auf der städtischen Obstwiese in Radevormwald-Herbeck findet in diesem Frühjahr ein Schnittkurs statt. Diese Fläche wird in Fachkreisen immer wieder lobend erwähnt und ist möglicherweise die einzige ihrer Art hier im Bergischen Land.
Marcus Nitzsche aus Köln, der die Obstbäume auf der städtischen Fläche gepflanzt hat und sie regelmäßig pflegt, bietet in Zusammenarbeit mit dem RBN (Berg. Naturschutzverein Radevormwald) in diesem Frühjahr wieder einen Schnittkurs an.
Die Bäume sind mittlerweile über 10 Jahre alt und tragen schon recht gut. Mehrere Ernte-Aktionen mit anschließendem Saft-Pressen im kleinen Rahmen haben in den Jahren mit Sylvia Schwanke einige Kindergarten-Gruppen begeistert. Insider erinnern sich bestimmt auch noch an die Dünge-Aktion mit dem Rückepferd im letzten Frühjahr. Dieses Mal ist der neue Umweltbeauftragte der Stadt Radevormwald, Matthäus Kozinski, zum ersten Mal dabei.

Der gegen Ende des Winters gewählte Termin ermöglicht auch die Behandlung von Steinobst (außer Süßkirschen) – in der Regel geht es ja meist um Äpfel oder Birnen.

Am Samstag, dem 18. März 2017 von 10.00 bis ca. 14.00 h werden – im Freien – in Herbeck Theorie und Praxis an Ort und Stelle erklärt und an einigen Bäumen beispielhaft umgesetzt. Treffpunkt und Parkplatz ist der Parkstreifen an der Herbecker Straße.

Wer Fragen zu seinem eigenen Werkzeug hat, kann dieses mitbringen.
Eine Bewirtung ist nicht möglich. Für ein Butterbrot, Obst oder Getränke sollte jeder selbst sorgen. Die nächsten Einkehr-Möglichkeiten sind an der Elberfelder Straße.
Geeignete wetterfeste warme Kleidung ist selbstverständlich erforderlich. Schriftliches Informations-Material zum Mitnehmen wie auch ein handliches Fachbuch kann an Ort und Stelle erworben bzw. empfohlen werden.

Die Gebühr beträgt € 20,– je Person. Teilnehmerzahl mindestens 12, höchstens 20 Personen. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich beim RBN per E-Mail unter kathi.hentzschel@web.de oder telefonisch unter 02195 3388 bis spätestens 13. März 2017.

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18.11.2016 Waldkindergartengruppe und RBN erstellen Benjeshecke

Es sollte eine besondere Hecke sein, eine Art Zaun um den Bauwagen herum, nämlich die Benjeshecke. Nur leider wussten wir nicht, wie man diese baut. Da erinnerte ich mich an Frau Maya Benicke, die schon vom Anfang an von der Waldgruppe begeistert war und ihre Hilfe bei Fragen rund um die Natur anbot. Der Kontakt war sehr schnell hergestellt und unser Vorhaben immer konkreter.

Ich wurde zur Sitzung des Bergischen Naturschutzvereines eingeladen und konnte das „Waldprojekt“ vorstellen. Es stand für Frau Benicke und auch die anderen Mitglieder/innen des Vereins fest, sie helfen bei dem Bau der Benjes Hecke alle mit.

Am Freitag, den 18. November war es dann soweit. Die Mitglieder/innen des Bergischen Naturschutzvereins Ortsverband Radevormwald (RBN), Eltern, Erzieherinnen und auch Kinder packten zusammen mit an. Es wurde gesägt, gehämmert und jede Menge Holz gestapelt. Es lief alles nach Plan und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Den Bauwagen „umhüllt“ jetzt eine schöne Naturhecke, die zu der Umgebung passt und auch den Tieren, wie z.B. dem Igel einen Schutz und Unterschlupf bietet.

 

Es war wiedermal eine gelungene Aktion, getragen von ehrenamtlichen Engagement. Wir stellen immer wieder fest, dass es Menschen und Organisationen gibt, die gern helfen. So können wir viele gute Projekte und Vorhaben verwirklichen, die unseren Kindern nicht nur zugutekommen sondern das soziale Engagement auch Vorleben.

Wir bedanken uns bei allen die geholfen haben!

Alina Gravelaar

Kindertagesstätte „Sprungbrett“

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03.10.2016 Pflanzentauschbörse mit Pilzberatung

Wie stets in der Vergangenheit war auch die diesjährige Pflanzentauschbörse im Herbst eine runde Sache. Auch wenn das Wetter anfangs wenig Vertrauen erweckte, es klarte auf und die treuen Teilnehmer aus Rade und dem Umland erschienen nach und nach. Der Platz strahlte in bunter später Blütenpracht und die gute Laune war überall deutlich wahrzunehmen. Für Kaffee und Waffeln sorgte wieder eine Schulklasse bzw. deren Eltern..

Zwei besondere Highlights dieser 28. Tauschbörse des RBN Radevormwald fanden jedoch besonderes Interesse.

Da gab es für die Kinder zum Thema Sonnenblume, das Andrea Heidemeyer bereits bei den vorangegangenen Börsen vorbereitet hatte, nun das Thema Samengewinnung. Aus den riesigen Tellern voller reifer Kerne, die wir gern als Vogelfutter im Winter anbieten, wurde der Samen herausgepult und konnte mit nach Hause genommen werden für eigene Anzuchtversuche. Aber nicht nur Sonnenblumen gab’s, auch andere Gartenblumen boten Samen unterschiedlicher Form und Größe in vielfältiger „Verpackung“: So saßen denn die Kinder, häufig mit den Eltern vereint, in der großen Pausenhalle der Schule bei Kakao und Keksen – und bekamen ganz nebenbei einen Einblick in die Vielfalt und den Ideenreichtum von Mutter Natur.

Einen überaus interessanten Ausstellungstisch bot außerdem Melanie Schoppe (Fachfrau für Pilze). Sie zeigte, was die Region zu bieten hat und bot auch Pilzberatung zu etwa mitgebrachtem Sammelgut an. Der überaus ansprechende Tisch war gut besucht und wird, wenn’s klappt, auch im nächsten Herbst wieder da sein. Da kann niemand sagen: hier gibt’s kaum Pilze. Man muss eben genau hinschauen.

Kontakt zum Thema Pflanzentauschbörse:
info@annepieper.de
kathi.hentzschel@web.de

 

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22.09.2016 Saftpressen auf der städtischen Obstwiese in Herbeck

Es war ein rundherum gelungene Aktion. Das Wetter stimmte, viele Apfelsorten waren reif und neben dem Kinderhaus Pusteblume waren genug Helfer – überwiegend von Seiten des RBN – gekommen; natürlich auch Sylvia Schwanke von der Stadtverwaltung (deren Abschied dieser Tag leider auch war) und Marcus Nitzsche aus Köln, der die Wiese gepflanzt hat und mit Liebe und großem Erfolg pflegt.

Nach der im vorigen wie auch in diesem Jahr schon beachtlichen Erntemenge dürften es 2017 über 100 kg werden.
Genug, um etwa die Tafel und andere karitative Einrichtungen zu versorgen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Erfolgsstory zukünftig fortgeschrieben werden kann. Von wem, das erwarten auch wir vom RBN mit großer Spannung.

(Text Kathi Hentzschel; Fotos Maya Benicke, Nicole Kind)

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30.07.2016 Ausflug zum Botanischen Garten Wuppertal

Mit Glück beim Wetter – leider 2016 nicht selbstverständlich – trafen sich am Samstag, den 30.07.2016 immerhin 19 Personen im Botanischen Garten Wuppertal am allerseits bekannten Elisenturm. Der RBN hatte eine Führung organisiert und Gäste eingeladen, von denen auch etliche kamen.

Der Botanische Garten ist Teil der großen Hardt-Anlage im Norden von Elberfeld.
Dirk Derhof geleitete die Gruppe vorbei an den Teichen im Eingangsbereich entlang zahlreicher imposanter Bäume mit entsprechender Unterpflanzung. Wir erfuhren, dass Krankheiten auch vor dem Baumbestand einer ständig betreuten Anlage nicht halt machen. Es gab zahlreiche alte Bekannte, aber auch exotische Pflanzen zu sehen. Mehrere Sumpfbeete mit „fleischfressenden“ Pflanzen weckten besonderes Interesse.
Ein großer Kräutergarten schließlich zeigte alles, was Küche und Hausapotheke in unseren Breiten zu bieten haben.
Als Naturschützer hätten wir uns vielleicht das Thema „bedrohte Pflanzen unserer Region“ gewünscht. Mag sein, dass unsere Wahrnehmung unzureichend war, eher dürfte es an den generellen Sparzwängen liegen, die Wuppertal sich auferlegen musste und die den Botanischen Garten in besonderer Weise treffen. Ohne Förderverein geht auch dort fast nichts.
Die Einkehr im „Café Elise“, wo die Mehrzahl der Teilnehmer sich an liebevoll eingedeckter Tafel in ansprechendem, etwas anderem, aber für uns exakt passendem Ambiente noch lebhaft weiter austauschte, war dann der gelungene Abschluss.

(Text Kathi Hentzschel, Bilder B. Bornewasser)

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06.07.16. Hohltaubenprojekt: Kästen werden angebracht!

Das Rader Hohltauben-Projekt 2016 – Wohnungsbau für eine gefährdete Art

Nachdem das Fledermausprojekt im letzten Jahr so gut „gelaufen“ ist, startete die Jägerschaft Radevormwald und der RBN Bergischer Naturschutzverein Radevormwald, erneut ein gemeinsames Projekt – diesmal zum Schutz der Hohltaube.

 

Wieder mit Unterstützung des Oberbergischen Kreises wurden 150 St. Hohltauben-Nistkästen in bewährter Qualität in der Tischlerei der JVA Remscheid angefertigt. Jörg Krogull, zuständig für Natur-Umwelt-Jagd Belange des Hegerings Radevormwald, holte die Kästen in mehreren Fahrten dort ab und lagerte sie auf dem Hof Rechelsiepen.

Am 02.07 und besonders am 03.07.16 war dort mehr Betrieb als an anderen Hoftagen. Denn die engagierten Jäger, per se Naturschützer, holten in Rechelsiepen die für sie reservierten Kästen ab, die teilweise noch am gleichen Tag in den Laubwaldungen angebracht wurden. Der RBN betreut zudem einige Waldbiotope, wo jetzt die Hohltaube eine neue Heimat finden soll. 6 Hohltauben aus Pflegebeständen konnten bereits am 08.03.2016 in Radevormwald ausgewildert werden.

Die Hohltaube (Columba oenas) ist wesentlich kleiner als die bekannte Ringeltaube. Sie ähnelt einer schmuddelig-blauen Stadttaube mit unterbrochenen Flügelbinden und glänzende grüne Flecken an den Halsseiten. Im Gegensatz zur Stadttaube bevorzugt die Hohltaube Altholzbestände mit Schwarzspechthöhlen.

Durch menschliche Aktivitäten, z.B. Waldrodungen, Wandlung forstlicher Betriebsformen und z.T. unbekannten Faktoren, wurden die Hohltaubenpopulationen negativ stark beeinflußt.

Wo die Hohltaube kaum noch Bruthöhlen in alten Bäumen fand, zog sie auch als Untermieter in Fuchs- und Kaninchenbauten ein. Auch Spezial-Nistkästen werden gerne von dieser Taube angenommen. Hohltauben brüten zwar im Wald, suchen aber in der Feldflur Nahrung. Es ist daher möglich und auch belegt, dass Hohltauben eng zusammen, fast kolonieartig brüten können. Die Hohltaube liebt hallenartige Althölzer, wo sie vom Nistkasten aus auf den Erdboden schauen kann. Mehrschichtig aufgebaute Bestände werden nur besiedelt, wenn zumindest freier Anflug zum Nistkasten besteht.

Übrigens: Auch Dohlen, Rauhfußkäuze, Eichhörnchen, Siebenschläfer und Baummarder könnten sich für das neue Wohnungsangebot interessieren.

(Text D. Fennel, J. Krogull)

Eine umfängliche Download- Dokumentation zum Hohltauben-Projekt 2016 ist auf der auf Sonderseite https://krogull1.jimdo.com/ verfügbar. Es wäre nett – und natürlich völlig freiwillig – wenn als  „Gegenleistung“ für Downloaden der Hohltauben-Dokumentation eine Schutzgebühr/Donation in Höhe von € 2,70 (gern auch ein/zwei Euro mehr) reingeflogen käme.

Kontakte:

jagd.honsberg@krogull.org

dfennel13@aol.com

Link: http://forum.fluegelvieh.de/showthread.php?tid=238&page=6

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02.07.16 RBN mit Maya Benicke beim Sommerfest Kinderhaus Pusteblume e.V.

Am 2. Juli 2016 hatte das Kinderhaus Pusteblue e.V. ordentlich was zu feiern. Nämlich „20 Jahre Pusteblume“! Da war der RBN OV Radevormwald natürlich wieder mit dabei!

Maya Benicke bastelte mit den Kindern zur Feier des Tages „Blumenkinder“! Und zwar aus Blüten, die zum Teil aus Kathi Hentzschels (RBN Geschäftsführerin in Rade) Garten gestiftet wurden.
Dieses Projekt war für Groß und Klein ein prima Spaß und es sind die unterschiedlichsten „Blumenkinder“ entstanden! (Text von Maya Benicke)

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08.05.16. RBN Stand auf 700-Jahr-Feier Radevormwald

Anfang Mai gabs eine große Feierei in unserer Heimatstadt. 20160508_174151

Radevormwald lud zur 700-Jahr-Feier ein und der RBN OV Radevormwald war zwei Tage mittendrin!
Unter dem Motto „Gartenschätze wie aus alten Zeiten“ präsentierten wir uns den Radern als aktiven Naturschutz-Verein und hatten eine Menge Spaß dabei. Wir brachten unsere neuen Flyer unters interessierte Volk und boten u.a. selbstgemachte Leckereien aus Quitten sowie unseren „Bergischen Frühlingstee“ aus selbstgesammelten Rader Kräutern an. Außerdem hatte wir Bergisches Saatgut von der „Bergischen Gartenarche“ dabei, wie z.B. die fast vergessene Gelbe Melde.
Auf dem Stadtfest hatten wir viele fröhliche Begegnungen mit Naturschutzinteressierten Radern bei schönstem Wetter und tauschten so manch wertvolle Informationen aus. (Text von Maya Benicke)

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01.05.2016: 27. Pflanzentauschbörse war großer Erfolg

Unsere Pflanzentauschbörse auf dem Schulhof der Städtischen Grundschule Carl-Diem-Straße ist zum mittlerweile fest etablierten Anlaufpunkt für Hobbygärtner geworden. Teilnehmer aus der näheren Umgebung gehören quasi zur Familie; mehr und mehr aber kommen auch Interessenten von weiter her wie etwa aus Dortmund, Lüdenscheid oder Bochum, ja sogar aus dem Linksrheinischen. Ein schöner Erfolg für das Rader Team, das regelmäßig Verstärkung von der Bergischen Gartenarche erhält. In diesem Frühjahr konnten wir auch den BAV begrüßen, der mit Information und Kinderbeschäftigung die Veranstaltung bereicherte. Unsere Mitstreiterin Andrea Heidemeyer widmet sich stets der Beziehung Pflanze – Insekt und hat diesmal mit Kindern eine über 3 m hohe Sonnenblume gebastelt bzw. bemalt. Im Herbst geht’s weiter zum gleichen Thema, dem Lauf der Jahreszeiten folgend.

Getauscht werden bewährte klimatisch angepasste Stauden und Kräuter und vereinzelt auch Gemüse, letztere dieses Jahr schwerpunktmäßig von der Gartenarche angeboten. Darüber hinaus Sämereien, Stecklinge von Kleingehölzen und vereinzelt auch Exoten und Zimmerpflanzen, darüber hinaus das eine oder andere liebevoll hergestellte Produkt aus heimischem Wachstum. Oberstes Gebot bei allem wie immer ist, dass die Anzucht oder Verarbeitung frei von jedwedem Pestizideinsatz gesichert sein muss.

Wie immer wurde gefachsimpelt, das Wetter spielte mit, die Atmosphäre stimmte und mancher Passant blieb dann doch länger, zumal der Waffelduft lockte. Durch Vermittlung der IG Wiebachtal sammelte eine Schulklasse mir Waffeln und Kaffee das fehlende Geld für die anstehende Klassenfahrt.

Anne Pieper, die die Federführung seit einigen Jahren in den Händen hat, und Maya Benicke, die diesmal von der Presse interviewt wurde (Hier schon mal der link zu einem aktuellen Artikel aus dem Remscheider GeneralAnzeiger von 02.05.2016), können beruhigt nach vorn schaun und weiter an der Bereicherung des Konzepts bauen.

Kontakt per E-Mail an info@annepieper.de

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27.04.2016: Sie schützen die bergische Natur

Aus dem Remscheider GeneralAnzeiger vom 27.04.16

Der Ortsverband des RBN zählt derzeit 70 Mitglieder.
Pflanzentauschbörse am Sonntag, den 01.05.2016.

Von Stefanie Schreiber
Der Radevormwalder Ortsverband des Bergischen Naturschutzvereins (RBN) ist einer von mehreren Ortsverbänden des RBN und wohl auch einer der rührigsten. „Denn irgendetwas läuft ständig“, sagt Geschäftsführerin Kathi Hentzschel. So liegt den Mitgliedern des Vereins nicht nur die Pflege und Neuanlage alter und neuer Hecken in ganz Rade am Herzen. Auch auf vielen Obstbaumwiesen sehen sie regelmäßig nach dem Rechten.

Ihr besonderes Engagement gilt dem Biotop- und Artenschutz. So haben sich die Mitglieder erfolgreich für die Unterschutzstellung wertvoller Naturbereich an der Uelfe, Wupper oder im Wiebachtal eingesetzt. Und demnächst will der Verein in den Wäldern rund um Radevormwald 150 Nistkästen für die selten gewordenen Hohltauben aufhängen lassen. So viel Einsatz für den Naturschutz scheint sich zu lohnen: „Es gibt hier bei uns inzwischen wieder echte Raritäten wie den Schwarzstorch“, freut sich Kathi Hentzschel, die in den letzten Tagen dem kalten Aprilwetter getrotzt und in ihrem Garten unterwegs war. Dort hat sie nach Grünzeug für die Pflanzentauschbörse am kommenden Wochenende geschaut, die der Verein alljährlich im Frühjahr und Herbst durchführt. Auch wenn das Wetter momentan wenig Lust auf Gartenarbeit macht, so hofft Kathi Hentzschel am Wochenende auf zahlreiche Gartenfreunde. Getauscht werden überwiegend alte, heimische Pflanzen, die sich in unseren Breiten bewährt haben und an unser Klima angepasst sind.

Mit entsprechenden Pflanzensämereien wird auch wieder die Bergische Gartenarche vertreten sein. Deren Mitglieder kümmern sich intensiv um den Erhalt alter Blumen- und Gemüsesorten. Etwas, das auch Kathi Hentzschel besonders am Herzen liegt. Sie ist überzeugt, dass man mit heimischen Pflanzen im eigenen Garten aktiven Naturschutz betreiben kann: die althergebrachten Sorten würden bestimmte Insektenarten anlocken, die wiederum heimischen Singvögeln oder Fledermäusen als Nahrung dienen.

Derzeit zählt der Rader RBN-Ortsverband rund 70 Mitglieder, davon nicht wenige unter 30.

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12.04.2016: Hohltauben Projekt startet!

Der RBN OV Radevormwald und die Radevormwalder Jägerschaft starten in diesem Jahr ein Hilfsprojekt für die Hohltaube. 150 Hohltauben-Nistkästen werden mit finanzieller Unterstützung des Oberbergischen Kreises durch eine soziale Einrichtung angefertigt und in gemeinsamer Aktion durch die Jägerschaft und RBN-Mitglieder in geeigneten Laubwaldgebieten angebracht.

Die Hohltaube Columba oenas ist wesentlich kleiner als die bekannte Ringeltaube. Sie ähnelt einer schmutzig-blauen Stadttaube mit unterbrochenen Flügelbinden und glänzende grüne Flecken an den Halsseiten. Im Gegensatz zur Stadttaube bevorzugt die Hohltaube Altholzbestände mit Schwarzspechthöhlen. Durch menschliche Aktivitäten, z.B. Waldrodungen, Wandlung forstlicher Betriebsformen und z.T. unbekannten Faktoren, wurden die Hohltaubenpopulationen stark beeinflusst. Wo die Hohltaube kaum noch Bruthöhlen in alten Bäumen fand, zog sie auch als Untermieter  in Fuchs- und Kaninchenbauten ein. Junge Hohltauben ziehen weit umher, um geeignete Bruthabitate zu finden.
Auch Dohlen, Eichhörnchen, Siebenschläfer und Baummarder könnten sich für das neue Wohnungsangebot interessieren.
Übrigens: 6 Hohltauben aus Pflegebeständen konnten am 08.03.2016 in Radevormwald ausgewildert werden. Text: D. Fennel

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10.04.2016: Unser neuer Flyer ist fertig!

Er kann hier heruntergeladen werden: RBN Rade Flyer 2016

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18.03.2016:  Düngung der städtischen Obstwiese mit dem Rückepferd

 

Auf der städtische Obstwiese in Radevormwald Herbeck fand in diesem Frühjahr erstmals eine ganz besondere Aktion statt: Die Bäume wurden auf eine heute kaum noch bekannte umweltschonende Art gedüngt.

Die Kaltblutstute Malve des Rader Unternehmens Stracke zieht normalerweise auf schwierigem hängigem Gelände Baumstämme bis an den Fahrweg im Wald. Der Vorteil ist: keine Bodenversichtung durch schwere Maschinen, keine Zerstörungen in der Nachbarschaft (wie derzeit wieder im Wiebachtal), kein Lärm, kein Gestank – und billiger ist es auch.

Fotos: Sylvia Schwanke (3) und Maya Benicke

Hier auf der Obstwiese hatte Malve einen Pflug zu ziehen, der dank besonderer Form der Pflugschar eine Rinne zog, was man auf den Fotos deutlich erkennt. Zwischen zwei parallelen Rinnen konnte so auf der Höhe der jeweiligen Baumkronen der Boden abgehoben, Pferdemist eingebracht und alles wieder verfüllt werden. Eine Aktion, die dank zahlreicher helfender Hände an einem Nachmittag fast zu schaffen war. Neben Sylvia Schwanke (Umweltbeauftragte der Stadt) und der Fa. Stracke (Vater Olav mit Tochter Sophie) kam die Fa. Nitzsche aus Köln mit 4 Arbeitskräften, auch RBN-Mitglied Herbert Schmitz ließ sich das Zupacken nicht nehmen.

Parallel galt es das Presse-Aufgebot und zahlreiche Schaulustige zu informieren. Neben einer Reihe von RBN-Mitgliedern (die Idee zur Streuobstwiese wurde ja auf einer RBN-Veranstaltung geboren) kamen u.a. Frank Stiller vom Umweltamt der Stadt Remscheid, etliche interessierte Bürger und zur besonderen Freude der Veranstalter Schüler/Innen der Armin-Maiwald-Schule sowie des Kindergartens „Sprungbrett“, der ja auch Baumpate ist.

Was die Düngung bringt, muss die Zukunft zeigen; gefachsimpelt wurde von den Beteiligten in viele Richtungen und ausgesprochen kreativ.

Der Obstanbau, im vorderen Orient lange vor der Zeitenwende praktiziert, kam über den östlichen Mittelmeerraum mit den Römern schließlich auch nach Mittel- und Westeuropa. Über die Klöster wird er trotz des nicht übermäßig günstigen Klimas auch bei uns in Radevormwald zumindest die 700 Jahre Stadtgeschichte begleitet haben.

Text: Kathi Hentzschel

Zur Historie: Vor rund 10 Jahren wurde die Idee der städtischen Obstwiese bei der feierlichen Eröffnung einer vom RBN initiierten Ausstellung in der Raiffeisenbank zum Thema „historische Bedeutung von Obstwiesen am Siedlungsrand“ geboren. Ein Standort war bald gefunden: eine städtische Wiese in Herbeck. Es konnten Patenschaften übernommen werden. Insgesamt  wurden dann vor 7 Jahren beginnend bis heute 60 Bäume gepflanzt. Seitdem verfolgen die Rader Naturschützer die Entwicklung der Fläche. Zeitweilig weiden dort Schafe, während der Obstblüte im Frühjahr stehen Bienenstöcke vorübergehend dort. Die Äpfel tragen inzwischen, im Herbst 2014 konnte mit dem Kindergarten „Sprungbrett“ und anderen Paten an Ort und Stelle Apfelsaft gepresst werden (s. Foto). Die Ernte 2015 ging an karitative Einrichtungen und kam letztlich auch den Flüchtlingen und Asylsuchenden zugute.

Eine sehr glückliche Hand bewies die Stadt, als sie die Pflege Herrn Marcus Nitzsche übertrug, einen renommierten Obstbaumspezialisten, der in lockeren Abständen auch Schnittkurse anbietet.

frisch geerntet - Obstwiese Radevormwald

Foto: Sylvia Schwanke (Saftpressen mit dem Kindergarten)

Er regte im Rahmen der diesjährigen Obstwiesenpflege erstmalig eine Düngung der Hochstämme an. Das relativ fette Grasland, in dem die Obstbäume stehen, konkurriert mit den Bäumen um Nährstoffe und Wasser, so dass nur wenig die Baumwurzeln erreicht. Um dieser Problematik entgegenzuwirken und eine gesunde Entwicklung mit einem gewissen Ertrag zu gewährleisten, wird natürlicher organischer Dünger verwendet.

Ein von der Fa. Stracke geschultes Rückepferd pflügt eine Rinne, in die dann der Pferdemist eingebracht und untergearbeitet wird. Eine Bodenverdichtung durch Maschinen soll vermieden werden, daher geschieht alles mit dem Kaltblutpferd. Ein ausreichender Abstand zu den Bäumen gewährleistet, dass das Wurzelwerk der Obst-Hochstämme nicht beschädigt wird.

Diese umweltfreundliche Technik der Bodenbearbeitung wurde Anfang des 20ten Jahrhunderts noch häufiger genutzt, ist aber weitgehend in Vergessenheit geraten. Bleibt zu hoffen, dass diese naturnahe und kostengünstige Bewirtschaftung der Obstwiesen neben konsequenter Pflege der Bestände auch andernorts wieder aufgegriffen wird.

In jedem Fall ist das Projekt ein außergewöhnlicher Rückblick im Rahmen von 700 Jahren Stadtgeschichte in Radevormwald.

Eine Aktion in Zusammenartbeit von
Kathi Hentzschel / RBN Ortsverband Radevormwald
Marcus Nitzsche, Köln / Baumpfleger und Gärtnermeister
Sylvia Schwanke / Fachbereich Stadtplanung & Umwelt / Stadt Radevormwald

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26.11.2015: Fledermausprojekt Radevormwald

FledermausProjekt_Rade_01_2015Die Fledermausaktion 2015 war ein Gemeinschaftsprojekt von RBN, des Lernorts Natur – Eine Initiative der Jäger,  des Hegerings Radevormwald und der Radevormwalder Jägerschaft.

Mehr als 100 Fledermauskästen konnten in Radevormwalder Revieren platziert werden. Nicht vergessen werden darf natürlich der großartige Support der Biologischen Station in Form von zusätzlichen Fledermauskästen, die Lernort Natur Nachhaltigkeits-Projektarbeit der Auszubildenden der Radevormwalder gira, Giersiepen GmbH & Co. KG – und natürlich die Unterstützung des Kreises Oberberg, ohne deren bereitgestellt Fördermittel das Projekt nicht zu realisieren gewesen wäre.

FledermausProjekt_Rade_02_2015

Als Abschluss der Aktion hat Jörg Krogull als Dokumentation ein Fotobuch erstellen lassen. Wer Interesse daran hat, eines oder mehrere Fotobücher zu kaufen kann diese hier bestellen: http://www.exlibrispublish.de/shop. Ein PDF-Download gegen einen geringen Kostenbeitrag ist dort ebenfalls verfügbar.

Wenn Sie sich die Dokumentation auf Ihrem PC nur anzeigen lassen wollen klicken Sie bitte hier: Nur anzeigen.

Bilder und Teile des Textes: © 2016 by Exlibris Publish, Textbearbeitung RBN Bernd Bornewasser

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03.10.2015: Pflanzentauschbörse

Text: Kathi Hentzschel, Fotos: Maya Benicke

Die herbstliche Tauschbörse am 3. Oktober fand bei herrlichem Wetter und bester Stimmung statt, nur der Publikumsandrang ließ – möglicherweise durch den Beginn der Herbstferien, zeitweise etwas zu wünschen übrig.

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Umso mehr gab es die Möglichkeit, sich auszutauschen – und sich am Waffel- und Kaffeestand der Klasse 3a der Grundschule Stadt verwöhnen  zu lassen. Der Erlös diente zur Finanzierung einer Klassenfahrt.

Und alle Beteiligten freuen sich schon auf den 1. Mai 2016.

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21.06.2015: Wahner Heide 2015

Text: Kathi Hentzschel, Fotos: Axel Steiner (www.natur-in-nrw.de)

Auch in diesem Jahr unternahm eine Gruppe von Rader RBN-Mitgliedern, begleitet von natur-in-nrw, wieder einen Ausflug die „nähere“ Umgebung. Diesmal ging es in die Wahner Heide, ein vor allem ornithologisch, aber auch botanisch hochinteressantes Gebiet im Umfeld des Köln-Bonner Flughafens.


Heidelandschaften würden verbuschen bzw. verwalden, wenn der Aufwuchs nicht ständig kurz gehalten würde. Das geschieht in diesem Falle in erster Linie durch Ziegen, die im Auftrag der Naturschutzbehörden unter der Leitung des Diplom-Biologen und Schäfermeisters Thomas Stumpf hier für den Erhalt und die positive Entwicklung des einmaligen Artensprektrums tätig sind. Thomas Stumpf ist uns seit Jahrzehnten als RBN-Mitglied aus Rösrath vertraut und gehört wie Elisabeth Pech-Büttner dem RBN-Vorstand in Overath an.

In der Wahner Heide leben zahlreiche Vogelarten, die landesweit stark bedroht, in Einzelfällen sogar ganz verschwunden sind. Neben Neuntöter, Schwarzkehlchen, Misteldrossel und Buntspecht sahen bzw. hörten die Teilnehmer Feld- und Heidelerche, verschiedene Pieper- u. Grasmückenarten, sogar der Wespenbussard (oben Mitte: links Mäusebussard und rechts Wespenbussard) ließ sich beobachten. Die zahlreichen Bodenbrüter unter den Vögeln werden offenbar durch die Beweidung nicht etwa beeinträchtigt, eher im Gegenteil.

Nachweislich durch die Beweidung gefördert werden laut Bestandserfassung auch zahlreiche Pflanzen, darunter eine beachtliche Anzahl von Orchideenarten. Niemand hatte zuvor eine Bienen-Ragwurz (Mitte: links) gesehen, die Knabenkräuter waren da schon eher ein vertrauter Anblick.

Auch darüber hinaus gab es – vom Weg aus – botanische Raritäten wie zweierlei Sonnentau (oben: Mitte und rechts) oder Moorlilie zu bestaunen; daneben Wollgras, Königsfarn (Mitte: rechts) und unscheinbarere Kostbarkeiten wie etwa die Heidenelke oder das Aufrechte Fingerkraut. Abgerundet wurde schließlich der Gang durch die Feuchtgebiete durch Wasser- u. Teichfrosch sowie eine Invasion gerade an Land gegangener winziger Erdkröten.

Trotz des durchwachsenen Wetters (am Nachmittag erwischte sogar ein heftiger Gewitterregen die Gruppe) gutgelaunt, beköstigt mit gebackenem Ziegen-Mozzarella und später hausgemachtem Blechkuchen, ging es am frühen Abend auf den Heimweg. Erfüllt von den zahlreichen phantastischen Eindrücken haben alle nur bedauert, dass nicht ein paar OV-Mitglieder (oder auch Gäste) mehr dabei sein konnten.

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01.05.2015: JUBILÄUM! 25. Pflanzentauschbörse

Text: Kathi Hentzschel, Fotos: 1 Bild von Daniela Fuchs, restliche Bilder von Elke Fuchs

Die 25. Pflanzentauschbörse des RBN Radevormwald war wie immer sehr gut besucht, ein übermäßiger Andrang wegen der avisierten Verlosung war jedoch nicht zu verzeichnen. Treue Marktbeschicker und Gäste, die schon seit Jahr und Tag kommen, bildeten die Mehrzahl gegenüber etlichen Neuen, denen es überaus gut gefallen hat, und die wiederkommen wollen. Raritäten aus der Region, die man sonst nirgends angeboten kriegt, und die quasi eine Garantie mitbringen, dass sie auch in unserem Klima und auf unseren Böden gedeihen, machen nach wie vor die Attraktivität solcher Börsen aus. Darüber hinaus kann man beliebig fachsimpeln, und die einmalige Atmosphäre tut das Ihrige.

Auf dem Bild unten links überreicht Hubert Benzheim den Hauptgewinn an Gerlinde Baumgarten. Der Hauptgewinn, eine Mandelweide (sie blüht monatelang) im Verbund im Geschenkkorb gepflanzt, ging nach Remscheid. Das Buch „Landei“ von der Raderin Christiane Pieper und etliche Nistkästen verteilten sich auf Gewinner aus Rade und mehreren Nachbarorten, darüber hinaus zog Glücksfee Fiona ein Dutzend Gewinner für das eigens zusammengestellte Tütchen mit Samen unkomplizierter Wild- und Gartenblumen.

Die Bergische Gartenarche war wie immer vor Ort. Es gab einen kleinen Stand mit handgemachter Seife. Auch wurde ausführlich über Bienen, deren Bedürfnisse und Gefährdung informiert. Einige wichtige Futterpflanzen demonstrierten ihre Attraktivität selbst auf dem ansonsten eher kahlen Schulhof. Der mitgebrachte Honig war rasch vergriffen.

Aber am 3. Oktober gibt es sicher neuen – und wieder viele Angebote, dann aktuell aus dem herbstlichen Garten mitsamt seinen Produkten, sei’s frisch geerntet oder auch in verarbeiteter Form.

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25.04.2015: RBN kauft ein gut 3 ha großes Waldstück in Dahlhausen

Text: Marion Gerdel (Quelle: Rheinische Post), Fotos: Harald Fennelgrundstueck4

„Wer nach dem Motto „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ arbeitet, muss nicht unbedingt bequem sein. Manchmal ist diese Einstellung absolut notwendig, wenn man ein bestimmtes Ziel erreichen will. So eines hat jetzt der Bergische Naturschutzverein (RBN) vor Augen.

Vor kurzem kaufte er von der Bahn ein drei Hektar großes Grundstück direkt an der Wupper für den symbolischen Preis von einem Euro. Diese hatte keine Verwendung für das steile Waldstück und sieht es beim RBN in guten Händen.

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„Es war bereits als Naturschutzgebiet ausgewiesen und für uns erschwinglich. Wir wollen hier die Natur Natur sein lassen und beobachten, wie sich Fauna und Flora entwickeln“, sagt Mark vom Hofe, Vorsitzender des RBN.

grundstueck2Gänzlich ohne menschlichen Eingriff kann das steile Waldstück aber nicht verbleiben. „Wir werden in den nächsten Wochen untersuchen, ob Pflanzen Probleme im Bereich der Verkehrssicherungspflicht verursachen könnten. Sollte dies so sein, müssten wir sie entfernen. Hier werden wir sehr genau prüfen“, sagt Markus Wolff, Vorsitzender der Waldgenossenschaft Remscheid, dessen Verein sich der RBN angeschlossen hat. „Wir hätten mit unseren ehrenamtlichen Mitgliedern die Verkehrssicherungspflicht nicht erfüllen können“, sagt vom Hofe. „Mit dem Beitritt zur Waldgenossenschaft haben wir diese Pflicht an die Genossenschaft abgetreten.“

grundstueck3Auch Rainer Ludwigs, Leiter der Unteren Landschaftsbehörde des Oberbergischen Kreises, freut sich über die Lösung. „Wir hatten hier eine Vermittlerrolle zwischen der Bahngesellschaft und dem RBN, da uns im Rahmen des Vorkaufsrechtes das Grundstück zuerst angeboten wurde. Für uns ist es die perfekte Lösung, dass es jetzt in den Händen von Naturschützern ist, die es nicht kommerziell nutzen.“ Die Besonderheiten des steilen Hangs, den die Wupper in Tausenden von Jahren gegraben hat, stellt Frank Herhaus, Geschäftsführer der Biologischen Station Oberberg, heraus. „Die sonnigen Felsbereiche sind in dieser Gegend selten. Sie sind ideal für Schlangen und Eidechsen. Auch wenn der Wald bisher noch nicht detailliert begutachtet wurde, gehen wir von einer interessanten Fauna und Flora aus. Vor allem im Totholz erwarten wir viele Pilze und Käfer.“

grundstueck5In dem kleinen Mischwald mit Buchen, Eichen, Ahorn und Kiefern gibt es auch noch einen fast komplett zugewucherten ehemaligen Steinbruch. Auch hier erwarten die Naturschützer, auf seltene Pflanzen und Tiere zu treffen. Daher werden in den nächsten Wochen Experten für Käfer, Insekten und Pilze, Ornithologen und Botaniker das Grundstück unter die Lupe nehmen. Diese Bestandsaufnahme soll sich alle drei bis fünf Jahre wiederholen, um festzustellen, wie sich das Waldstück entwickelt. Es ist nicht auszuschließen, dass der RBN dann in der Lage sein wird, auch wissenschaftlich interessante Fakten zu liefern.“

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ab 18.03.2015: Gülledrama an der Neye

Text: Kathi Hentzschel, Fotos: Volker Leipzig

Uns alle haben die Fotos geschockt, sei’s in der Presse oder im TV; etliche waren vor Ort und mussten die Katastrophe mit eigenen Augen sehen. Es hat unsere Nachbarn getroffen, wir haben noch mal Glück gehabt in Rade. Dank technischer Möglichkeiten wird man hoffentlich verhindern können, dass auch die Wupper doch noch in Mitleidenschaft gezogen wird. Aber trotzdem: wir sitzen im gleichen Boot.

 

Neben den sichtbaren Opfern (Fische, Amphibien) sind deren Nachwuchs, alle Kleinlebewesen und die gesamte Flora vernichtet.

Das war wenige Stunden zuvor noch ein artenreicher Bach im NSG, den neu zu besiedeln Jahrzehnte dauern wird.

Vergleichbare „Unfälle“ gab es auch schon andernorts – und es wird nicht der letzte gewesen sein. Neben der emotionalen Betroffenheit eint uns Naturschützer hier wieder die Frage, was denn noch passieren muss, um ein Umdenken und vor allem Umlenken in der völlig in die falsche Richtung laufenden Landwirtschaftspolitik zu generieren. Als Laie fragt man sich, was die graue Schmiere auf den Fotos denn überhaupt noch mit „ordnungsgemäßer Landwirtschaft“ zu tun haben kann.

Wir leben in einer Talsperrenregion, sind privilegiert durch genug und bislang ausreichend sauberes Wasser. Wie kann man gestatten, dass in so ein Gebiet – zusätzlich zu dem, was unsere lokale Landwirtschaft in grenzwertig hoher Menge erzeugt – noch Gülle oder was immer importiert werden darf? Der Gülletourismus muss unterbunden werden, zunächst in Regionen wie der unseren, langfristig aber überhaupt. Wer zu viel Vieh hält (das wir ja nichtmal brauchen, von anderen negativen Folgen wie etwa Methan mal ganz abgesehen), muss sich an Ort und Stelle um die Hinterlassenschaften kümmern (vgl. Atommüll!).

Nicht Erdöl oder Nahrung ist das, wovon die Zukunft der überproportional gewachsenen Menschheit in erster Linie abhängt, sondern trinkbares Wasser – wann endlich ziehen die Verantwortlichen die Konsequenzen?

Die aktuelle Berichterstattung können Sie hier auf der Website von www.radioberg.de abrufen!

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14.01.2015: Ehrung für Dietmar Fennel

Förderpreis für das Jahr 2014 der „Freunde und Förderer der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock e. V. (ZSRO)“

Dietmar Fennel bei seiner Preisverleihung (Foto: Ragnar Kinzelbach)

Eine weitere Ehrung für seinen jahrlangen ehrenamtlichen Einsatz für den Naturschutz wurde dem Vorsitzenden des RBN Radevormwald, Dietmar Fennel, im Januar in Rostock verliehen. Der Verein der „Freunde und Förderer der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock e. V. (ZSRO)“ überreichte ihm den Förderpreis für das Jahr 2014.

Die Sammlung gehört zur Spitzengruppe der Rostocker Museen und wird von D. Fennel, seit nunmehr 15 Jahren unterstützt. Er überließ dem Museum Schrifttum und Filmmaterial zu den Themenbereichen Habitat- und Artenschutz für Ausstellung und Lehre sowie um die 20 qualitätsvolle Dermoplastiken von Vögeln, dem langjährigen Schwerpunkt seines Hobbys rund um das Tier. Erhebungen zu den Themen Neozoen und Neophyten runden das Spektrum ab. Schon immer hat Dietmar Fennel über den Tellerrand hinausgeschaut.

Bis zu seiner Schließung wurde das Fuhlrott-Museum in Wuppertal mit Literatur- u. Exponatspenden versorgt, heute noch werden die Stiftung Naturschutzgeschichte, das Bergische Freilichtmuseum, das Deutsche Jagd- u. Fischereimuseum, das Ostpreußische Landesmuseum, das Stadtmuseum Schwabach (Eier- u. Hasensammlungen) sowie die Zoologische Sammlung Rostock mit entsprechenden Spenden bedacht.

Als Mitbegründer des RBN-Ortsverbandes Radevormwald (1983) übernahm Dietmar Fennel 2010 den Vorsitz von Rudolf Rottschy (†).

Er ist ebenfalls erster Vorsitzender des Trägervereins der Biologischen Station Oberberg Nümbrecht (Schloss Homburg). In diesem Rahmen war und ist er Initiator zahlreicher Projekte des Naturschutzes und der Naturerziehung hier am Ort aber oft auch weit darüber hinaus.

Erneut zeigte sich bei dieser Gelegenheit, dass kontinuierlich – oft eher im Stillen – geleistete Arbeit eben doch wahrgenommen und honoriert wird.

Bild links: Dietmar Fennel beim Ausbringen des Prototyps eines Schwimmpontons für wasserbrütende Vögel auf dem Ülfebad („kleinste Talsperre Deutschlands“) in Radevormwald (Foto: Sparkasse)

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